Informationen zum Bitcoin CFD Trading

Bitcoin CFD Trading ist bislang nur bei sehr wenigen Brokern möglich, obgleich die Bitcoins selbst der letzte Schrei unter Anlegern sind. Das liegt auch an ihrer rasanten Kursentwicklung, die wiederum auf der hohen Nachfrage versus Limitierung basiert. Dieses Spannungsfeld bescherte den Bitcoins einen unerhörten Kursverlauf: Wer Bitcoins für 10 Dollar im Jahr 2009 erwarb, kann sie heute (Ende Januar 2014) für rund 1.000 Dollar verkaufen. Am 29. Januar 2014 eröffnete in New York der erste offizielle stationäre Bitcoin-Händler. Angesichts dieser rasanten Entwicklung verwundert es ein wenig, dass noch nicht viele Broker CFDs auf diese Kursentwicklung anbieten.

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Die ersten Derivate auf Bitcoins

Da die virtuelle Internetwährung keiner staatlichen Regulierung unterliegt, kann sie sich gegen andere Währungen frei entfalten und profitiert vom Zuspruch nicht nur privater Interessenten, sondern auch der Online-Händler, die inzwischen die Bezahlung mit Bitcoins ermöglichen. Wenn wie geplant einige Riesen der Branche wie Amazon Bitcoins als Zahlungsmittel einführen, dürfte der Aufschwung nochmals zu rasanten Höhenflügen ansetzen. Die Kursbewegungen sind allerdings sehr flatterhaft, was wiederum den CFD-Handel mit Long- und Short-Postionen höchst interessant macht.
Interessenten daran können bei einigen Brokern inzwischen CFDs auf Bitcoins versus Dollar handeln. Die Spekulation gilt zwar als riskant, doch ebenso als gewinnträchtig, denn die Kursbewegungen pro Tag eines einzelnen CFDs können enorm ausfallen und je nach Einstiegskurs des CFDs und Kursbewegung der Bitcoins einige Hundert Prozent betragen. Wer dabei auf Positionstrading setzt, sollte sich unbedingt über Nacht mit einer gegenläufigen Position hedgen (absichern), denn noch sind starke Gaps (nächtliche Kurslücken) zu erwarten. Ob es eine Blase im Bitcoin-System geben könnte, vermag bislang niemand vorauszusagen. Fest steht jedoch: Je mehr offizielle Händler die Währung akzeptieren, desto eher wird sie sich manifestieren und auch stabilisieren.

Was bilden Bitcoin-CFDs ab?

Bitcoin-CFDs bilden die Kursbewegungen des Währungspaars Bitcoin-Dollar an der Mt.Gox ab, dem größten Handelsplatz für die Kryptowährung. Die wenigen CFD-Broker welche Bitcoin-CFDs anbieten, weisen einen moderaten Hebel von 1:1 bis 1:10 aus um die starken Schwankungen zu dämpfen. Dies mag erfahrenen Tradern als gering erscheinen, doch reicht diese Hebelwirkung in Anbetracht der starken Bewegungen vollkommen aus.

Trader müssen mit recht starken Spreads im Bitcoin-Trading rechnen, mit denen wiederum die Broker und Emittenten ihre Kosten decken und natürlich selbst vom Bitcoin-Trading profitieren möchten. Ein Bitcoin-Trading ohne CFDs, also Währung gegen Währung, ist zwar theoretisch auch möglich, wäre aber mit einem sehr hohen Kapitaleinsatz verbunden. Davon wird also abgeraten. Wer sich für die rasanten Bewegungen der Internetwährung interessiert, muss also eine der bislang spärlichen CFD-Lösungen wählen.

Vergleich Bitcoin-CFD vs. Index-CFDs

Wer das CFD-Trading mit Indizes gewohnt ist, muss sich bei Bitcoins etwas umstellen. Die Umstellung ist aber nicht größer als sie zwischen einem Index und einer etwas exotischeren Währung. Ein einfaches Beispiel: Interessante Spekulationen ließen sich in den Monaten seit Mitte 2013 auf den südafrikanischen Rand versus Euro durchführen, die Währungen verhielten sich teilweise recht volatil zueinander. Auch die Bitcoins bewegen sich sehr volatil, doch die angebotenen CFD-Hebel fallen meist mit 1:10 bis 1:20 recht moderat aus. Das dämpft wiederum die hohe Volatilität der Bitcoins im CFD-Handel.

Brokerübersicht

Was man über Bitcoins wissen muss

Der Bitcoin ist eine Internetwährung, die seit 2009 im Umlauf ist. Bitcoins sind weder aus Papier noch einer Metalllegierung hergestellt wie herkömmliches Geld, sondern bestehen aus verschlüsselten Datenblöcken. Außerdem ist ihr Wert nicht von einer anderen Währung abhängig, sondern richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Im freien Handel ist ein Bitcoin ca. 260 Euro Wert (Stand 11.2013).

Herstellung von Bitcoins

Jeder kann Bitcoins auf seinem eigenen Computer herstellen, was Schürfen oder Mining genannt wird. Dabei berechnet der Computer über eine komplizierte Formel mit starker Verschlüsselung die Währung. Für das Schürfen ist allerdings ein überaus leistungsfähiger PC nötig. Die Berechnung mit einem normalen PC würde Monate dauern, was dazu führen würde, dass die Stromkosten den Wert der hergestellten Währung übersteigen. Deswegen haben sich im Internet viele Rechner zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um Bitcoins in kurzer Zeit wirtschaftlich rentabel herstellen zu können.

Die Geschichte und Entstehung von Bitcoins

  • 1998

    Die kryptographische Währung wurde zum ersten Mal vorgeschlagen. Wei Dai nannte sie b-money und Nick Szabo wählte die Bezeichnung bit gold.

  • 2008

    Der Begriff Bitcoin wurde erst 2008 von Satoshi Nakamoto benutzt. Zu vermuten steht, dass der Name Satoshi Nakamoto ein Pseudonym einer Person oder einer Gruppe von Personen ist. Die erste Veröffentlichung über Bitcoin erschien in einem Whitepaper auf einer Mailingliste über Kryptographie.

  • 2009

    Das Bitcoin-Netzwerk wurde am 03.01.2009 mit der Erschaffung der ersten 50 Bitcoins gegründet. Nur wenige Tage später wurde die erste Version des Bitcoin-Clients veröffentlicht. Anfänglich hatten Bitcoins keinen nennenswerten Wert.

  • 12.07.2010

    Bei der ersten Transaktion am 12.07.2010 wurden zwei Pizzen für insgesamt 10.000 Bitcoins erworben.

  • 2010

    Am 17.07.2010 entstand die erste Bitcoin-Tauschbörse MtGox, die den ersten weltweiten Währungstausch möglich machte.

  • 2010

    Am 6.11.2010 erreichte der Gesamtwert von Bitcoins 1 Million US-Dollar.

  • 2011

    Am 09.02.2011 stieg die Kaufkraft eines Bitcoins auf den Wert eines US-Dollars.

  • 2011

    Am 16.04.2011 veröffentlichte TIME Magazine einen Artikel über Bitcoins. Daraufhin stieg der Wechselkurs eines Bitcoins auf über 30 US-Dollar. Dies war aber nicht von Dauer.

  • 2011

    Im Juni 2011 gab es einen Crash, nachdem mehrere Tausende Accounts gehackt und Tausende von Bitcoins gestohlen worden sind.

  • 2012

    Einige Monate danach, im Dezember 2012, nahm in Europa die erste Bitcoin Tauschbörse die Zusammenarbeit mit einer Bank auf.

  • 2013

    Bis April 2013 hat sich der Wechselkurs vervielfacht und durchbrach am 01.04.2013 die 100 Dollar Marke bei MtGox. Heute sind Bitcoins eine anerkannte elektronische Währung.

  • 2014

    Anfang 2014 wurde bereits darüber diskutiert, die US-Angestellten des Öffentlichen Dienstes in Bitcoins zu bezahlen.

Woher kommt die Volatilität der Bitcoins?

Bitcoins sind eine junge und vergleichsweise illiquide Währung. Beide Faktoren bedingen die hohe Volatilität. Alle jungen Produkte können einen Hype mit exorbitanten Preissteigerungen erzeugen, der bei der geringsten Enttäuschung sofort ins Gegenteil und damit in einen massiven Preisverfall umschlägt. Davon abgesehen ist die Volatilität auch rein spekulationsgetrieben. Bitcoin-Besitzer verkaufen ihr Internet-Währungsgold bisweilen schlagartig, wenn der Kurs bestimmte magische Preisgrenzen wie die 1.000-Dollar-Marke überspringt. Damit sinkt der Kurs auch wieder sehr schnell. Illiquidität erzeugt deshalb große Schwankungen, weil nur wenige Marktteilnehmer mit etwas größeren Positionen im Handel schon den Kurs bewegen können. Das gibt es bei anderen Handelsgütern auch. Die hohe Volatilität ist aber nicht unbedingt das Hauptproblem des CFD-Handels mit Bitcoins.

Berechenbarkeit der Kursentwicklung

Die meisten Trader wünschen sich an irgendeiner Stelle einen Positionshandel, weil langfristige Bewegungen die größten Gewinne erzeugen – aber nur, wenn sie relativ stetig verlaufen. Das ist im Indexhandel durchaus möglich, wie ein einfacher Blick auf die großen Indizes wie Dax und Dow Jones zeigt. Diese legen teilweise – wie im Jahr 2013 – im zweistelligen Prozentbereich zu, ein CFD auf den steigenden Kurs hat dann mehrere Hundert oder gar über tausend Prozent gewonnen (je nach Einstiegskurs). Es gibt zwar Rückschläge, doch der Gesamttrend ist eindeutig. Auch Bitcoins haben eine riesige Rallye hingelegt, aber niemand wagt an deren Fortsetzung zu glauben. Das macht den CFD-Handel mit ihnen bislang sehr schwer kalkulierbar. Hartgesottene Spekulanten können durchaus auf ultrakurzfristiges CFD-Trading mit Bitcoins setzen, müssen aber strikt den Intraday-Bereich wählen. Jede Position kann über Nacht wertlos werden.

Wie viele Bitcoins gibt es denn?

Das ist schwer zu bestimmen wie bei allen Währungen dieser Welt (es wäre vergleichbar mit der Geldmenge M3), es scheint aber eine technisch-mathematische Grenze zu geben: Bitcoins werden digital “geschürft”, die Programmierer haben 2008 den Algorithmus so aufgebaut, dass immer komplexere Rechenoperationen, mithin immer größere Rechner hierfür nötig sind. Am eigenen PC klappt das schon längst nicht mehr, Profi-Schürfer koppeln inzwischen ihre Rechner zusammen. Die mathematische Grenze liegt bei 21 Millionen Bitcoins, der deutsche Professor Rainer Böhme (Universität Münster) glaubt, dass um das Jahr 2140 der letzte Bitcoin geschürft wird. Das Limit treibt schon mehr als hundert Jahre früher die Kurse in schwindelerregende Höhen.

Bitcoins als Zahlungsmittel?

Die Währung kann man an speziellen Börsen (Bitcoin-Börsen) kaufen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen zu verkaufen und als Zahlungsmittel Bitcoins zu akzeptieren. Bisher akzeptieren allerdings nur wenige Online-Shops Bitcoins. Zum Versenden wird die Adresse des Empfängers benötigt sowie ein oder mehrere Überweisungsvermittler, von denen jeder für seine Diente eine Entlohnung in Form einer geringen Gebühr erhält. Je mehr Zwischenstellen den Transfer absegnen, desto sicherer ist die Überweisung. Allerdings ist ein einmal ausgeführter Transfer nicht mehr aufzuhalten. Das bedeutet, irrtümliche Überweisungen können nicht storniert werden. Für PCs und Smartphones gibt es kostenlose Programme (Wallets), mit denen Bitcoins gelagert, empfangen und gesendet werden können. Wer unterwegs mit der Währung bezahlen möchte, der muss sein Smartphone oder Laptop mit sich führen.

Wie handelt man Bitcoins?

Bitcoins sind eine seit 2009 bestehende, virtuelle und anbieterunabhängige Währung, die per Rechneralgorithmen im Internet dezentral abgelegt wird und unabhängig von einer nationalen oder globalen Finanzpolitik funktioniert. Wer möchte, kann Bitcoins gegen eine andere Währung erwerben und sie in diese Währung auch wieder zurücktauschen. Einige Online-Händler akzeptieren sie als Zahlungsmittel.

Der Kurs von Bitcoins

Die Bitcoins, die angeblich ein Entwickler namens Satoshi Nakamoto, wahrscheinlich aber ein Entwicklerteam erfunden hat, gibt es nur in einer von Anfang limitierten Zahl, was die Risiken einer Inflation praktisch ausschließen soll. Fachleuten gilt die Schöpfung einer digitalen Währung als legitim, schließlich sind alle übrigen Währungen der Welt auch nur willkürlich entstanden. Wenn sich heute irgendwo ein neuer Staat gründet, entwickelt er seine Währung, Bitcoins sind die Währung der Internetgemeinde. Sie sind sicher, die Verschlüsselungsverfahren sind extrem komplex. Allerdings ist diese Währung hochvolatil, was nicht ungewöhnlich erscheint. Sie ist so jung, dass der Zuspruch stark schwankt, mal mehr und mal weniger Bitcoins im Umlauf sind und gegen andere Währungen getauscht werden (über Online-Börsen möglich) und dementsprechend ihr Kurs gegen andere Währungen sehr stark schwankt. Das macht sie für den börslichen Handel sehr interessant.

Welches sind die maßgeblichen Bitcoin-Börsen?

Als wichtigste Bitcoin-Börse gilt die Tokioter Mt. Gox, doch in nahezu jedem Staat der Welt haben sich inzwischen Internet-Börsen für Bitcoins gebildet. Die Preisunterschiede hängen auch vom lokalen Handelsgeschehen ab: Als im November 2013 die Bitcoins an der Mt. Gox erstmals die 1.000-Dollar-Marke überstiegen und im Tageshoch bis 1.073 Dollar notierten, wies die slowenische Bitcoin-Börse Bitstamp einen Kurs von 965 Dollar, die bulgarische BTC-e nur von 950 Dollar aus. Das könnte Spekulanten anlocken, die an einer Börse Bitcoins billig einkaufen und an einer anderen teurer verkaufen. So etwas gibt es bei anderen Währungen auch, der Euro kann gegen den Dollar durchaus in Frankfurt bei 1,3320 und in New York bei 1,3330 notieren – doch dieser Unterschied erscheint vergleichsweise marginal. Beobachter bewerten die börslichen Preisunterschiede bei den Bitcoins als Zeichen dafür, dass der Handel noch sehr verstreut ist. Die Kursausschläge seien auch technisch bedingt, meinen Experten.

An welchem Bitcoin-Kurs soll ich mich orientieren?

Die Mt. Gox gilt als weitaus größte und zuverlässigste Bitcoin-Börse, in Japan soll die virtuelle Währung schließlich erfunden worden sein. Wer aber die Chance hat, Bitcoins billiger woanders einzukaufen, sollte diese Chance nutzen. Die Preisunterschiede sind indes nicht alltäglich und dürften sich im Laufe der Zeit nivellieren. Es gibt einen Index für virtuelle Währungen, den Coindesk, der schon seit November 2013 Bitcoins im Portfolio hat. Damit sind diese sozusagen als „Blue-Chip-Währung“ geadelt und dürften in Zukunft zuverlässigere Daten liefern.

Bitcoin Chart

Bitcoin Chart

 

Praktischer Handel mit Bitcoins

Einige Broker bieten inzwischen einen CFD-Handel auf Bitcoins gegen eine andere Währung (Euro, US-Dollar, Pfund und weitere) an. Dieser Handel bildet gehebelt die Schwankungen der Bitcoin-Währung gegen andere Währungen ab und ist deshalb interessant, weil diese Schwankungen sehr hoch ausfallen. Wer sich dafür interessiert, muss sich einen Bitcoin-Broker suchen, viele CFD- und Forex-Broker haben inzwischen auf die virtuelle Währung CFDs entwickelt. Hauptsächlich werden Bitcoins gegen US-Dollar gehandelt, das bedeutet, das Handelsangebot ist noch sehr schmal. Der Trader entscheidet sich, ob die Kurse der Bitcoins gegen den Dollar steigen oder fallen könnten, und wählt einen entsprechenden Long- oder Short-CFD, der Handel wird vielfach schon mit einem Einsatz ab 100 Euro angeboten.

Vor- und Nachteile des Bitcoin-Handels

Beim Handel mit Bitcoins sollte sich der Nutzer stets über die vorhandenen Vor- und Nachteile dieser rein internetbasierten Währung bewusst sein.

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand. Durch die Unabhängigkeit von Bitcoins gegenüber Banken und Staaten fallen beim Handel nur sehr geringe Transaktionsgebühren an. Zudem erfolgt der Transfer von Bitcoin innerhalb weniger Minuten im Vergleich zu Überweisungen von anderen Währungen. Weiterhin sind Bitcoins inflationssicher. Das liegt daran, dass ihre Anzahl auf genau 21 Millionen begrenzt ist und eine Inflation daher nicht stattfinden kann. Es ist eher von einer deflationären Entwicklung auszugehen, weshalb sich Bitcoins auch als Wertaufbewahrungsmittel wie Gold und Silber eignet. Letztlich bleibt der Nutzer von Bitcoins bei Transaktionen anonym, da er seine Bankdaten nicht anzugeben braucht.

Genau hier knüpft einer der wesentlichen Nachteile und Kritikpunkte an. Die zusätzliche Anonymität ermöglicht über Bitcoins auch die Abwicklung illegaler Geschäfte. Durch die lediglich digitale Verfügbarkeit ist das System trotz aller Sicherheit anfällig für Viren und Abstürze. Bitcoin Transfers sind irreversibel, deshalb müssen bei jedem Vorgang alle Eingaben sehr sorgfältig geprüft werden.
Der Handel mit Bitcoins unterliegt aufgrund des experimentellen Charakters und der noch wechselnden Nachfrage extremen Schwankungen. Zudem akzeptieren noch nicht viele Dienstleister und Geschäfte Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel.

Trotz aller Bedenken sind Bitcoins für den geschickten Anleger sicher eine interessante Alternative zu den üblichen Anlagemöglichkeiten. Lediglich eine gewisse Dauer der Anlage und eine Toleranz gegenüber Kursschwankungen sollte der Anleger mitbringen.

Wo kann ich Bitcoins kaufen?

Bitcoins lassen sich auf Online-Marktplätzen und auch lokal gegen Bargeld (absolut anonym) kaufen. Als vertrauenswürdiger deutscher Anbieter gilt die Tauschbörse www.bitcoin.de mit einem inzwischen hohen Marktvolumen. Orders werden recht schnell ausgeführt.

Vorgehensweise auf bitcoin.de

Für den Kauf ist ein Account inklusive Bankverbindung anzulegen. Die Schritte laufen wie folgt ab:

  1. Account anlegen
  2. Bankdaten verifizieren
  3. Bitcoin-Gebote einsehen
  4. Zahl der gewünschten Bitcoins angeben
  5. Betrag an Verkäufer überweisen

Die Bitcoins verwaltet bitcoin.de treuhänderisch, sodass ein Betrug durch den Verkäufer nicht möglich ist. Wenn der Verkäufer die Zahlung bestätigt, erhält der Käufer die Bitcoins, sie werden auf seinem bitcoin.de-Konto gutgeschrieben. Die Plattform erhält eine Provision von 0,5 % des Transaktionsvolumens. Der Vorteil ist die Vertrauenswürdigkeit der Plattform, die Transaktionen liegen allerdings offen und ermöglichen keinen komplett anonymen Bitcoin-Transfer.

Anonymer Bitcoin-Kauf gegen Bargeld

Auch ein anonymer Kauf der virtuellen Währung gegen Bargeld ist möglich, hierfür gibt es die Seite localbitcoins.com mit einer internen Community, die zum Erfahrungsaustausch einlädt. Der Tausch gegen Bargeld kann direkt vor Ort an einem Treffpunkt stattfinden, der Verkäufer übergibt den Code für die Bitcoins gegen Bares. Doch auch auf dieser Plattform existiert ein Treuhandservice, bei dem das Bargeld zur Plattform transferiert wird und der Verkäufer dort auch die Bitcoins hinterlegt. In den meisten Fällen wird vom Verkäufer eine Überweisung über Bartransfer-Anbieter wie Western Union vorgeschlagen. Auch hier ist ein Account anzulegen, danach kann der Kaufinteressent durchaus nach Verkäufern in seiner Stadt suchen, wenn er Western Union nicht nutzen möchte. Die Verkäufer bieten Bandbreiten zwischen rund 100 bis 600 Euro an.

Welche Rolle spielt der Hebel im Bitcoin-Trading?

Beim Bitcoin-Handel mit CFDs spielt der Hebel eine maßgebliche Rolle. Er wird regelmäßig sehr gering gehalten, weil die Volatilität der Bitcoins gegen andere Währungen schon hoch genug ausfällt. a. Bitcoin-CFD Broker bieten CFD-Hebel auf Bitcoins zwischen rund 1:4 bis 1:20 an. Das sollte den Tradern bei der extrem volatilen Währung vollends genügen.

Marktkapitalisierung, Volatilität und Hebel

Ein Grund für die starken Schwankungen der Bitcoins gegen andere Währungen ist ihre geringe Marktkapitalisierung. Sie dürfte im Dezember 2013 bei rund 15 Milliarden Dollar gelegen haben. Zum Vergleich: Im Dollar oder Euro werden täglich weit über eine Billion der jeweiligen Währung umgesetzt. Bitcoins sind also illiquide, und noch prekärer: Ihre große Menge liegt in den Händen sehr weniger Marktakteure. Experten schätzen, dass vielleicht 1.500 Personen weltweit rund 50 Prozent der gesamten derzeit verfügbaren Bitcoins halten. Wenn diese Personen handeln, muss das große Schwankungen verursachen. Genau darauf sind die Hebel von Bitcoin-CFDs konzipiert. Damit verhalten sich die beteiligten Broker recht vorsichtig, die ohnehin eher zurückhaltend mit der unkontrollierbaren Währung umgehen. Wenn sie Bitcoin-CFDs anbieten, müssen sie eine entsprechende Margin – in einigen Fällen zwischen 250 bis 500 Euro für einen Bitcoin – verlangen und können den entsprechenden CFD nur mit einem sehr geringen Hebel oft im einstelligen Bereich versehen.

Soll man bei kleinem Hebel auf längerfristige Positionen setzen?

Der Gedanke kommt schnell auf, zumal die Bitcoin-Kurve natürlich nicht stündlich wilde Sprünge verursacht, sondern zeitweise wirklich zu einem langen, stabilen Trend ansetzen kann – so geschehen zwischen Oktober bis Dezember 2013, als das Währungspaar BTC/EUR von rund 100 auf knapp 700 Euro für einen Bitcoin explodierte.Wer den Trend mitnahm, könnte heute ausgesorgt haben. Dennoch raten Experten immer wieder zum Intraday-Handel mit geringem Hebel, wenn es um Bitcoin-CFDs geht.

Die Entwicklung der Bitcoins

Bitcoins werden in Deutschland verschiedentlich von Händlern angenommen, die das Bitcoin-Logo mit der Aufschrift „bitcoin ACCEPTED HERE“ tragen. Auf Online-Börsen können sie gegen Euro getauscht werden, allerdings nicht auf jeder Bitcoin-Börse. Akzeptanzstellen für den Tausch Bitcoin – Euro sind beispielsweise:

  • Bitcoin-Zentrale
  • bitcoin.de
  • Bitcoin-24
  • Bittylicious
  • xCFD
  • Ex-ante-Bitcoin Fonds
  • Bitstamp
  • itBit
  • Intersango
  • LocalBitcoins.com
  • MtGox
  • The Rock Devisenwechsel
  • Vircurex

Die Bezahlung in Geschäften oder Restaurants erfolgt über ein Smartphone mit Bitcoin Wallet, die bekannteste dieser Walltets dürfte die Android Wallet des Programmierers Andreas Schildbach sein. Wer an der Kasse mit Bitcoins bezahlt, wählt einen QR-Code mit oder ohne codierten Betrag aus, der an der Kasse ausgehängt wird.

Verbreitung von Bitcoins in Deutschland bislang gering

Die Bundesbank hat sich im Januar 2014 in einem Statement zu den Bitcoins geäußert. Neben den üblichen Warnungen vor Verlusten nannte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele einige interessante Fakten zu den Bitcoins, die er zumindest für den deutschen Markt als „Nischenphänomen“ bezeichnete. Weltweit gäbe es täglich rund 70.000 Bitcoin-Transaktionen, nur ein Bruchteil davon (im einstelligen Prozentbereich) entfalle auf Deutschland. Dem stünden täglich allein in Deutschland 35,2 Millionen Lastschriften und 24,6 Millionen Überweisungen gegenüber – pro Arbeitstag. Dennoch bestätigt auch die Bundesbank, dass es in den Monaten seit Mitte 2013 eine verstärkte Nachfrage nach Bitcoins gegen Euro auch von deutschen Kunden gäbe. Diese nutzen eine der oben genannten Plattformen.

Die Entwicklung der Bitcoins am internationalen Markt

Bitcoins entwickeln sich am internationalen Markt seit 2013 sehr rasant, obgleich immer weniger neue Währungseinheiten hinzukommen: Lange Zeit galten sie als “Liebhaberwährung”, im Jahr 2013 jedoch kletterte ihr Kurs gegen den Dollar um das Fünfzigfache aufwärts. Das ruft internationale Broker auf den Plan, die Wall Street beginnt sich für Bitcoins zu interessieren. Ein Grund dafür liegt auch darin, dass der Bitcoin-Handel im Gegensatz zu anderen Handelsaktivitäten kaum reguliert ist.

infografik Bitcoins

Internationaler Umgang mit Bitcoins

Nicht jeder möchte mit Bitcoins spekulieren, viele Liebhaber halten die Währung oder setzen sie im Online-Handel ein. Wieder andere gründen Unternehmen, die sich mit dem Tausch und der Aufbewahrung der Bitcoins befassen. Investoren sammeln im Silicon Valley und anderswo Risikokapital ein, um in diese jungen, hippen Start-ups zu investieren. Der New Yorker Broker Barry Silbert glaubt, dass diese kleinen Einzelunternehmer die Vorhut für das bilden, was bald kommen wird: Ein Hype ohne Ende sei zu erwarten, so Silbert, wenn erst einmal große, kapitalstarke Broker die Bitcoins aufs Korn nehmen und damit umfassende Handelsaktivitäten eröffnen. Das glaubt auch Nicholas Colas, der als Chef-Marktstratege für das New Yorker Brokerhaus ConvergEx Group ständig auf der Suche nach kommenden Megatrends ist. Bitcoins unterliegen derzeit einem “Schöpfungsmythos”, so Colas, aus solchen Mythen würden Religionen, gigantische Unternehmungen, Staaten oder auch Rockbands geboren. Nicholas Colas sieht die Zukunft der Bitcoins äußerst rosig.

Vergleich mit anderen Staaten

Es gibt leider keine vollständige Auflistung nur aller deutschen Händler, die Bitcoins akzeptieren, aber eine Weltkarte: Auf Coinmap lässt sich auch in der eigenen (deutschen) Umgebung ein Händler finden. Wie viele es insgesamt sein könnten, zeigt der Vergleich etwa mit Großbritannien, wo es im Januar 2014 rund 160 Einzelhändler gegeben haben soll. Weltweit müssten Anfang Februar 2014 mehr als 2.000 Händler Bitcoins annehmen.

Bitcoin-Handel über eine App

Die Bitcoin-App von Andreas Schildbach kann über den Google Play-Store bezogen werden, sie eignet sich für Android- und Blackberry-Geräte und funktioniert auch, wenn der Nutzer offline ist. Damit haben Bitcoin-Verwender ihr virtuelles Geld immer in der Hosentasche, die Bezahlung vom Smartphone aus funktioniert über das Scannen eines QR-Codes. Händer erhalten zuverlässig die geforderten Bitcoins, wenn sie an diesem innovativen Zahlungssystem teilnehmen. Die Bitcoin Wallet gilt als sicherste mobile Bitcoin App, die erste war sie ohnehin.

Features der Bitcoin App

Um die Bitcoin App zu nutzen, bedarf es keiner Registrierung, auch ein Web-Dienst oder eine Cloud sind überflüssig. Die Wallet funktioniert peer-to-peer und damit dezentral. Sie zeigt die Bitcoin-Werte in BTC sowie in mBTC an, rechnet sie in nationale Währungen um (und zurück) und ermöglicht das Empfangen und Versenden von Bitcoins via QR-Codes, NFC oder Bitcoin URLs. Im Offline-Betrieb funktioniert die App trotzdem per Bluetooth, eine große Erleichterung an Orten mit schlechtem Handynetz. Für Empfänger, die regelmäßig genutzt werden, steht ein Adressbuch zur Verfügung. Empfangene Zahlungen teilt das System per Benachrichtigung mit, anschließend zeigt das interne App-Widget das vorhandene Bitcoin-Guthaben an. Neuere Funktionen der Version 3.30 (unter der Lizenz GPLv3) sind eine verbesserte Batterienutzung, Übersetzungen ins Dänische, Polnische, Französische, Italienische, Ungarische, Russische, Slovakische, Türkische und Portugiesische sowie die Eliminierung einiger Probleme (Abruf von Wechselkursen).

Speicherprobleme mit der Bitcoin App?

Nutzer sollten beachten, dass die App genügend Speicher auf dem Smartphone benötigt, darüber hinaus sind Speicherprobleme, die im Extremfall zum Absturz der App beim Start führen können, durch das Nutzerverhalten zu umgehen. Die User sollten Bitcoin-Mengen in Vielfachen von 0,01 BTC nutzen, auch spielt die Balance zwischen BTC-Empfängen und Ausgaben eine Rolle.

S. Hell2014